Strukturiertes Chaos - der Podcast zwischen Plan und Pointe

Aller guten Dinge sind drei

Prof. Dr. Sebastian Allegretti & Philipp F. East Season 1 Episode 17

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0:00 | 22:47

In dieser Folge widmen wir uns einer Zahl, die uns überall begegnet – oft, ohne dass wir es merken.

„Aller guten Dinge sind drei“ klingt nach einem harmlosen Motivationsspruch. Doch hinter dieser Redewendung steckt weit mehr: religiöse Symbolik, juristische Tradition, literarische Struktur – und erstaunlich viel Psychologie.

🔹 Warum Scheitern Teil des Erfolgs ist
🔹 Weshalb Wiederholung Qualität schafft
🔹 Und wieso drei Perspektiven oft klüger sind als zwei

Wir sprechen über Silicon Valley und „fail fast and cheap“, über Mindestprodukte und iterative Entwicklung, über Fitnessstudio-Sätze, GPS-Satelliten und mittelalterliche Rechtsordnungen.

Über Dreifaltigkeit, Mahnungen, Prüfungsversuche – und darüber, warum Dinge oft erst beim dritten Anlauf wirklich rund werden.

Feedback zur Folge? Schick uns gerne eine Nachricht.

SPEAKER_02

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Strukturierten Chaos. Mein Name ist Sebastian und ich stehe für die Struktur. Und meiner Philipp und ich bin das Chaos. Lieber Philipp, um was dreht sich's heute?

SPEAKER_01

Heute haben wir das Sprichwort alle guten Dinge sind drei. Oh ja, das haben wir, glaube ich, schon öfters gehört. Richtig. Ich hole euch mal kurz ab, um was es da geht oder wo der Ursprung herkommt. Die Zahl 3 ist kulturbegreifend belegt. Im religiösen Kontext Dreifaltigkeit, also sprich der Vater, Sohn und der Heilige Geist. Drei Tage zwischen Kreuzigung und Auferstehung, dreimaliges Fragen oder Bekennen als rituelle Bekräftigung. Dann gibt es noch die antike Tradition, drei Schicksalsgöttinnen, dreigliedige Weltordnung, sprich Himmel, Erde und Unterwelt. Und ein rechtlicher Hintergrund im Mittelalter. In der germanischen Rechtsordnung hatte das dreimalige Wiederholen eine verbindliche Wirkung. Dreimaliger Aufruf vor Gericht, dreimaliges Ausrufen eines Verkaufs, dreimalige Mahnung. Erst durch Wiederholung wurde ein Akt gültig oder endgültig. Dann gibt es noch eine literarische Prägung in Märchen und Sagen, arbeiten wir fast durchgehend mit einer Dreierstruktur. Also sprich drei Prüfungen, drei Brüder, drei Wünsche. War mir so auch nicht bewusst, muss ich ganz ehrlich sagen. Also erst im Nachhinein schon. Es ist ganz interessant.

SPEAKER_02

Also die Zahl 3, also ich hoffe, niemand von euch hat das schon mal miterlebt. Ja klar, es gibt die erste Mahnung, die zweite Mahnung und dann wird es lustig. Von Freunden habe ich das gehört. Ja, oder im Studium, ja genau. Du darfst zweimal ganz normal durchfallen und dann der dritte Versuch ist der harte Versuch. Ja, diese Zahl 3 ist schon so ein Ding. Stimmt, das prägt sich komplett durch.

SPEAKER_01

Und wenn das jetzt als moderne Verwendung, das werde ich auch noch kurz anteasern, nutzen ja hauptsächlich als Durchhalteformel zur Rechtfertigung eines dritten Versuchs, als fulmorvolle Kommentierung einer Wiederholung. Kennen wir ja alle, haben wir alle schon mal benutzt, glaube ich.

SPEAKER_02

Naja, wenn es nicht funktioniert, alle guten Dinge sind drei. Ja, genau. Obwohl da eigentlich keiner mitzählt, ob es schon so dritte, vierte, fünfte oder zwanzig Stärke ist.

SPEAKER_01

Richtig. Das ist spannend. Also das mit den, wenn man jetzt, oder wenn ich jetzt mal im Nachhinein nochmal drüber nachdenke, das ist mir noch nie so aufgefallen mit diesen Dreier. Ja. Mit dessen Dreier reigen.

SPEAKER_02

Stimmt, das ist eigentlich überall unterwegs. Das ist.

SPEAKER_01

Erst der zweite, dritter Platz? Ja, stimmt. Drei, ja. Ich dachte erst so an sieben ist ja, glaube ich, auch so eine Zahl, sieben Zweige, sieben Geistlein und so. Aber mit drei habe ich noch nicht so, also da habe ich nicht drüber nachgedacht, muss ich ganz ehrlich sagen.

SPEAKER_02

Stimmt. Es ist auch interessant, zum Beispiel, wenn man jetzt aus dem technischen Bereich kommt, Achtung, jetzt kommt ein ganz tiefer Exkurs, wenn man Berechnungen macht in 3D, also in 3D-konstruiert, finite Elemente, sondern ist es eigentlich nichts anderes. Es ist ein Dreieck und das in mehrfacher Form kannst du damit jede Form abbilden. Also auch irgendwie drei Punkte. Das ist interessant, okay. Also das heißt, ursprünglich war die Zahl drei. Es geht um so ein bisschen um die Vollkommenheit. Also wir haben dann alle Ausprägungen da dahinter. Wir verwenden es aber heute in der Neuzeit eher als Motivation, wie du schon sagst. Wie hast du das genannt? Nicht spöttische Motivation, sondern. Durchhalteformel, meinst du? Eine Durchhalteformel, ja, ja, okay. Alle guten Dinge sind drei, ja. Wann hat man das zu dir zum letzten Mal gesagt? Oder kannst du dich an der Kindheit vielleicht so dran erinnern?

SPEAKER_01

Ich glaube schon, so schulische, schulische Hintergründe vielleicht, ich weiß nicht, auf der strebsamste Schüler oder nichts mal so, ich war schon sehr faul und ich glaube, da wurde auch das ein oder andere Mal nochmal wiederholt, irgendwelche Dinge, Klausuren oder sowas oder Klassenarbeiten. Und dann kam dieser Durchhalt oder dieser Motivationsspruch, naja, alle guten Dinge sind drei, so quasi so als Resignation, vielleicht auch so ein bisschen, ich weiß es nicht. Aber ja, da, da war ich, glaube ich, so, wenn ich das drüber nachdenke, ist, glaube ich, das ist das Letzte, wo es mir darüber als, also Schule jetzt gesehen, einfällt.

SPEAKER_02

Also wenn wir das Sprich auseinanderbauen, dann haben wir eben ja diese eher neuzeitliche Deutung, dass des Motivierens alle gute Dinge sind drei und wir haben die eher antike, historische Version da davon, wo es um die Gesamtheit geht. Also auch zum Beispiel drei Perspektiven etc. Wenn wir jetzt aber mal so ein bisschen in der Zeit rückwärts arbeiten, also in der Neuzeit starten, dann heißt es ja, wir motivieren immer, alle guten Dinge sind es drei, bedeutet aber auch, es muss nicht immer aufs erste Mal klappen.

SPEAKER_01

Stimmt.

SPEAKER_02

Ja. Ist nämlich ganz interessant, weil wir haben ja Startups als Beispiel, also Unternehmen, die, was ist ein Startup? Das ist auch so ein kleines bisschen etwas, wo viele Unternehmen so ein bisschen falsch verstehen. Ein Startup ist jetzt nicht einfach, ich mache jetzt einen Reinigungsdienst auf, also bin ich ein Startup, sondern es ist einem eine Neugründung. Ein Startup ist, das heißt, wenn ich entweder mit einer neuen Technologie in einen unsicheren Markt reingehe oder eben mit einer bestehenden Technologie einen völlig neuen Markt bedrete. Also ein Startup hat immer so eine gewisse Unsicherheit mit drin. Und im IT-Kontext haben wir ja immer sehr gerne nach in Silicon Valley geschaut. Immer. Und das ist ganz interessant. Es gibt zwei unterschiedliche Perspektiven. Weil so in Europa, vor allen Dingen in Deutschland, wenn wir jetzt noch ein bisschen genauer sind, bei uns in Süddeutschland, im Ländle, so, da ist es eben nicht alle guten Dinge sind drei, sondern es muss halt funktionieren. Und es gibt einen Spruch aus dem Silicon Valley, der heißt Fail Fast and Cheap. Und da ist es wirklich so, also dort ist man, wenn man nicht schon zweimal irgendwie was an die Wand gefahren hat, dann hat man noch nichts erreicht. Weil das ist ja auch zum Beispiel so etwas, das ist ja auch so ein kleines bisschen etwas, also wenn man es aus dem Startup-Kontext sieht, es geht ja auch darum, etwas zu wagen. Absolut, richtig. Und an die Grenzen zu gehen. Und dann ist Scheitern fail fast and cheap. Also versuch so schnell wie möglich es rauszufinden, aber dann akzeptiere auch das Scheitern, was nicht schlimm ist. Weil alle guten Dinge sind drei. Da machst du. Es ist eigentlich ein iteratives Vorgehen, wenn man das so sieht.

SPEAKER_01

Also ich sehe das schon aus, so ich hab, ich habe gerade drüber nachgedacht, ich habe eigentlich immer so gehandelt, was jetzt meine Ideen oder Projekte angeht, dass ich gar nicht so viel. Also ich habe natürlich schon drüber nachgedacht, sonst hätte es ja nicht rausgeschossen, so ein Ding. Aber ich wollte einfach mal wissen, funktioniert das überhaupt, wird es angenommen? Und man merkt dann relativ schnell, oder ich habe relativ schnell gemerkt, okay, da ist gar nicht so ein Angriff, also so ein Need vielleicht da oder so. Weil ich finde, man kann sich auch zu sehr verkopfen und dann dauert es ewig und dann wird es vielleicht am Schluss auch nichts, sondern ich will mal kurz rausschießen, das Ding, und gucken, wie ist das erste Feedback? Das finde ich schon wichtig, dass man es einfach mal rausballert, das ganze Ding.

SPEAKER_02

Genau, also es gibt dort auch eben dieses, okay, was ist das erste Feedback? Es gibt dort auch einen offiziellen Begriff da dafür, das nennt sich Minable Viable Product, ein MVP. Ah, ja, okay. Was steckt denn da dahinter? Es ist oft immer so, also wenn wir irgendwie an einer Idee rumbauen, eine Idee entwickeln, sei es ein Geschäftsmodell, sei es eine App, sei es was auch immer. Und wir befinden uns in unseren Räumen, in unserem geschlossenen, sicheren Raum und überlegen, ah, die Kunden, die brauchen das doch bestimmt und investieren ganz, ganz viel Zeit. Und dann kommen wir irgendwann mal mit einem großen Zeitverzug dann raus mit dem Produkt und die Kunden sagen, nee, brauche ich eigentlich gar nicht. Und MVPs, minimal viable Products, bedeutet, ich muss versuchen, also dieses minimal funktionsfähige Produkt rauszugeben und zu testen und live-Feedback zu bekommen. Das ist ja diese iterative Schleife, wo wir haben. Und das sorgt da dafür, dass wir uns verbessern. Heißt aber im Umkehrschluss, der erste Würfel ist nie richtig. Und das muss uns bewusst sein. Also, das ist ja auch so etwas, wo man weg von der Perfektion muss. Natürlich, das Produkt muss irgendwann mal perfekt sein, aber hin eben zu diesen, lass es uns gemeinsam mit dem Kunden ausprobieren. Es ist nicht auch so ein bisschen so das Tesla-Modell. Exakt, ja. Genau, also nicht nur Tesla, sondern wenn ihr mal schaut, es kommt vor allen Dingen auch aus dem Software-Bereich, weil man kann eben nicht alles, alles abbilden. Jetzt nehmen wir einfach mal an, ihr habt jetzt ein iPhone oder so etwas und da kommt ein neues Update drauf. Vielleicht ist es euch schon mal aufgefallen. Es kommt immer kurze Zeit, da da drauf wird eins nachgeschoben.

SPEAKER_01

Ja, stimmt.

SPEAKER_02

Also es ist immer so. Ja, genau. Es ist einfach so. Also man kann einfach nicht alles, alles berücksichtigen, dementsprechend schaut man eben da auch live drauf.

SPEAKER_01

Ja, es ist auch, wenn du es dann benutzt, fällt dir das dann nachher erst auf Adrian habe ich gar nicht gedacht, beispielsweise, weil es irgendwie so um die Ecke gedacht wichtig ist oder so.

SPEAKER_02

Richtig. Und das ist auch zum Beispiel, also wenn wir jetzt, Tesla hat es am Anfang, ganz am Anfang des Model S, ist er sehr belächelt worden. Das hat ja den riesen Bildschirm da gehabt und der ist ja gerne auch mal ausgefallen und so etwas. Hat er gesagt, ja, der Daimler hat sich zurückgelehnt. Er hat gesagt, ja, das funktioniert ja nicht und so. Aber die haben das dann Stück für Stück hinbekommen, weil sich der Daimler sich damals nicht trauen hat können, ein Produkt rauszubringen, das nicht perfekt war.

SPEAKER_01

Weil es halt auch nicht, weil es Made in Germany auch diesen Stempel einfach hat, wahrscheinlich auch, oder?

SPEAKER_02

Genau, ja. Und wenn man jetzt aber jetzt in Amerika bleibt und jetzt in Richtung SpaceX schaut, also es ist ja super interessant, wenn man da dann sieht, mit den Falcon-Raketen, die dann auch wieder selbstständig landen können. Ja, wenn man da mal so ein bisschen die Theory anschaut, dann sieht man, da ist in dem Kontrollzentrum gesessen, die Rakete ist hochgeflogen, ist explodiert. Da hat keiner geheult, da hat sich jeder gefreut, weil die haben jetzt noch was dazugelernt. Ja, genau. Und deshalb ist es eigentlich auch, ich finde das, was wir aus der Neuzeit daraus gemacht haben, dieses, hey, lass es doch mal ausprobieren. Scheitern ist nicht schlimm, weil alle guten Dinge sind drei. Und wie gesagt, wir zählen ja nicht mehr mit, außer wie gesagt, bei Mahnungen oder bei Klausuren an der Hochschule. Aber ansonsten ist es ja so etwas, komm, probier es einfach nochmal. Genau.

SPEAKER_01

Und es ist dieses, diese, ich nenne es jetzt mal, diese Mentalität finde ich auch echt gut, weil so on the run quasi, wenn ich sage, okay, ich ändere das Werren des Prozesses, finde ich viel, viel klüger als so dieses, was könnte passieren. Einfach, lass doch einfach mal laufen, das ganze Ding. Also darum finde ich das schon gut. Also ich bin jetzt jetzt nicht Fan von Tessa unbedingt oder so, aber ich finde. Sie haben es auch nicht erfunden, sondern die haben es einfach nur geprägt, weil das ja mein Beispiel war. Sondern ich finde einfach so die Art und Weise, einfach mal Sachen auszurübieren, finde ich gut.

SPEAKER_02

Also dieses Testen. Es gibt natürlich auch die negative Form da davon. Ich bin ja in vielen Unternehmen unterwegs und da ist es oft zum Beispiel, also noch nicht mal raus zum Kunden, sondern ich sage mal, die Entwicklung hat etwas entwickelt und die Produktion muss das jetzt irgendwie produzieren und alles. Und da gibt es, da gibt es diesen schönen Begriff der grünen Banane. Das habe ich noch nie gehört, was ist das? Die grüne Banane, also da muss man mal ganz kurz zurückgehen, wie werden Bananen geerntet? Bananen werden grün geerntet. Die reifen nach, ne? Die reifen nach. Und das bedeutet, also dieser Spruch, kennt Funding der ein oder andere Entwickler von euch, das bedeutet, das Produkt wird beim Kunden reif. Das Problem ist halt eben nur, wenn es zu grün ist, dann arbeitet mit Funding die Produktion mit so vielen Kinderkrankheiten, dass es überhaupt gar nicht funktioniert. Oder fast nicht funktioniert. Also man macht sich da auch manchmal ein kleines bisschen zu leicht, dass man sagt, ah ja komm, jetzt gibt man es einfach raus, jetzt schauen wir mal, was da passiert. Man muss ja immer die Balance so ein bisschen finden. Ja, und von der Balance her, das passt eigentlich schon ein kleines bisschen zum Übergang zum Historischen, wo kommt das eigentlich her? Du hast ja gesagt, du hast ja ganz, ganz viel aufgezählt. Es sind die Dreifaltigkeit aus dem Religiösen raus. Was war es denn noch?

SPEAKER_01

Du musst selber kurz nochmal sagen. Ja, guck mal nochmal. Du hattest, ich hatte noch gesagt gehabt, das ist so klein geschrieben, ich bin das. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste. Diese rechtlichen Hintergründe hatte ich noch. Dann hatte ich eben, wie gesagt, Dreifaltigkeit, drei Tage zwischen Kreuzung und Auferstehung, dreimaliges Fragen oder bekennen als rituelle Bekräftigung.

SPEAKER_02

Ah ja, auch das Wiederholen zum Beispiel. Genau. Also das heißt eben auch, alle guten Dinge sind drei. Also irgend, wenn es dreimal wiederholt ist, das ist ja auch so so tantra-mäßig. Also ich wiederhole etwas und dann geht es auch rein. Da steckt auch so eine gewisse Routine da mit drin. Alle guten Dinge sind drei. Irst, wenn du es dreimal gemacht hast, ist es ein gutes Ding. Ich meine, das weiß ich jetzt gar nicht genau.

SPEAKER_01

Aber wie ist das, wenn du im Fitness bist? Dann musst du da glaube ich auch drei Wiederholungen machen, oder?

SPEAKER_02

Stimmt, ja genau, wir machen immer drei Sätze.

SPEAKER_01

Ja, natürlich. Das ist interessant. Da habe ich gehört, dass das so ein Fitnessstudio ist. Weiß ich nicht. Doch, doch schon, ne? Drei Sätze.

SPEAKER_02

Ich war gestern wieder am Sport und es sind immer drei Sätze. Also es ist interessant, je mehr man drüber nachrichtet. Ja, ja, genau. Also das heißt, einerseits haben wir jetzt gerade diese, alle guten Dinge sind drei, dieses motivierende, hey, probier's mal aus. Auf der anderen Seite ist es, erst durch Wiederholung prägen wir etwas. Also vielleicht ist es und vielleicht ist es auch so, jetzt im Sport, wenn du das gerade eben sagst, ein Satz ist zu wenig. Vier ist zu viel. Drei ist perfekt. Drei ist perfekt.

SPEAKER_01

Das ist mir gerade eingefallen.

SPEAKER_02

Also das heißt eben auch, wir haben auch diese Perspektive, dass die Wiederholung macht es. Ihr kennt ja auch diesen Spruch, Übung macht den Mais. Das ist ja ähnlich zu sehen. Ist ja auch interessant. Wir haben im Schnitt drei Lehrjahre.

SPEAKER_01

Ja, stimmt. Krass, ja, wo das überall auftaucht, das ist echt verrückt.

SPEAKER_02

Ja, das ist wirklich interessant, wenn man darüber nachdenkt. Also das heißt, wir haben die Wiederholung mit drin, dass man gute Sachen macht. Aber ein Thema war auch noch mit drin. Was du vorhin gesagt hast, ist es dieses ganzheitliche Sicht auch so ein bisschen.

SPEAKER_01

Muss ich gerade mal nochmal gucken. Ja. Wo hatte ich denn das aufgeschrieben?

SPEAKER_02

Ja, ist auf jeden Fall vorhin kurz erwähnt worden. Such!

SPEAKER_01

Symbol für Vollständigkeit und Rechtshörigkeit, meinst du?

SPEAKER_02

Das ist ganz interessant. Ich habe nämlich gestern wieder Workshops geplant und da geht es um die Erwartungserwartungen und da war einfach die Perspektive aus drei verschiedenen Personen. Das waren zum Beispiel, also das waren Produktmanager, dann gab es Trainer, das ist ein Bildungsträger, und dann gibt es Assistenzen. Und die drei müssen zusammenarbeiten. Wieder drei, ne? Auch wieder drei, genau. Und was haben wir da gemacht? Eine ganz leichte Übung, indem wir gesagt haben, okay, lasst uns doch mal über die Erwartungen sprechen. Und da war das Interessante, wenn es im Dreieck geht, weil dann hatte die eine Person, oder eine Gruppe hat für die Produktmanager gesprochen, hat gesagt, okay, welche Erwartungen habe ich an meine Trainer, welche Erwartungen habe ich an die Assistenzen? Die Assistenzen wiederum, welche Erwartungen habe ich an meine Trainer, welche an meine Produktmanager und die Trainer, welche Erwartungen habe ich an die Assistenz und an die Produktmanager? So, das bedeutet, man hat eigentlich eine ganzheitliche Sicht. Das funktioniert eigentlich richtig gut. Also wenn man es bei euch mal schaut, okay, habt ihr auch verschiedene Funktionen und Rollen. Und wenn man dann immer schaut, in diesem Dreiklang hins Dreiklang, das ist ja auch so etwas. Also ich hatte mal einen Kunden, der hat, das darf man nicht falsch verstehen, vielleicht hört auch der eine oder andere zu von dem Kunden, die stellen Dichtungen her. Und Vinnie, ihr Slogan war immer sicher dicht. Das ist dieser klassische Dreiklang. Und der zeigt einfach auch diese Vollkommenheit. Also auch, auch wenn man jetzt literarisch vorgeht, da bin ich jetzt nicht so tief in der Materie drin, aber es taucht auch öfters auf. Also auch diese Vollkommenheit, also das bedeutet eben auch, auch vielleicht hier so ein kleiner Hinweis zu, ey, hast du auch alle Seiten betrachtet? Von früher damals. Also kennst du auch jede Perspektive. Das ist eben auch interessant, weil wir beide, wir könnten jetzt konträr miteinander diskutieren, weil wir zu zweit sind. Du hast eine Meinung, ich habe eine Meinung. Aber sobald eine dritte Person mit reinkommt, wird es interessant. Weil dann kann es sein, dass deine Meinung relativiert wird oder meine, und dann entsteht ein ganz anderes Bild mit rein.

SPEAKER_01

Stimmt, ja. Das ist echt interessant. Ich wollte ja eine sehr faszinierende Folge. Ich habe es zu dir, also kurzer Exkurs, ich habe es zu dir am Anfang gesagt, dass ich das ein bisschen anders aufgebaut habe den Anfang, weil ich noch ein bisschen tiefer reingehen wollte. Und drum, ich finde es total spannend, wenn man sich mit solchen Sachen beschäftigt. Und mir finde ich das auch gut, dass wir dieses Format haben. Also ich finde es spannend, wo die Sachen herkommen. Und wenn man dann mal wirklich gezielt darüber nachdenkt, wo das halt überall auftaucht jetzt heutzutage noch. Absolut, ja. Aber haben wir es super gemacht, diesen Vorstand.

SPEAKER_02

Also die Zahl 3, ja, ich bin sehr fasziniert. Selbst die Ampel. Stimmt. Die Ampel hat drei Phasen. Ja, stimmt. Ach krass. Mensch, ist sehr interessant. Vielleicht können wir uns ja anschreiben, vielleicht gibt es den einen oder anderen. Nennt sich das Numerologe? Ich habe keine Ahnung. Wir nennen es aber Nummerologe. Wir nennen es Numerologe. Du weißt ja, Neologismen zeugen von Kreativität, also Wortschöpfungen. Sie sind ja doch ein Numerologe von Beruf. Und ja, auch jetzt, es gibt doch, das ist wirklich, also es ist genial, auch zum Beispiel ein, um eine Position im GPS zu finden, also wo du bist, brauchst du drei Satelliten, um dich zu ordnen. Ja, weil du die, ja, klar. Genau, also du brauchst drei, um deine Position rauszufinden. Ist genauso, ist es, es gibt dieses, hat sich leider nicht so ganz durchgenannt, Name Me Three Words oder so. Und das ist ein Koordinatensystem, wo man, wo man über, also die ganze Welt ist, ist so ein Netz gespannt und es gibt drei Wörter. Wenn du drei Wörter nennst, dann hast du deine Position. Und die ist auf zwei oder drei Meter genau gelegt. Es gibt eine App, die heißt Three Words oder so. Also ja, nieder ist das gesagt. Das ist ganz interessant. Hat sich leider nicht so ganz durchgesetzt. Funktioniert mathematisch sehr, sehr gut so. Also das heißt, wenn wir uns mal so ein kleines bisschen zusammenfassen, also also ich bin auch gerade sehr fasziniert, was aus diesem Blick, aus diesem Begriff, alle guten Dinge sind drei, was man so salopp aus Kindheit gehört hat aus das kriegst du schon noch hin. Dieses Motivierende, dieses hey, wir schau doch Silicon Valley an, fail fast and cheap. Also es gehört da dazu, dieses iterative Herantasten an etwas, es muss nicht immer der erste Wurf sein, der funktioniert. Das können wir mitnehmen. Das ist auch etwas, wo wir auch immer diesen Spruch verwenden. Also auch hier denkt so ein kleines bisschen dran. Und vielleicht haben wir den einen oder anderen jüngeren Hörer unter uns, der vielleicht auch zur Schule geht oder studiert und es mal vielleicht nicht so ganz klappt mit der Klausur. Man sagt einfach ja im Silicon Valley heißt er auch Fay, Fast and Cheap. Das ist das eine. Auf der anderen Seite her haben wir jetzt gelernt, die Wiederholung macht das eigentlich im Sport unsere drei Sets. A so und so viel Wiederholung, das ist die Varianz da dazwischen, aber diese drei Sets, diese drei Sets, wo da dazugehören, dass man, dass man erst durch Wiederholung eigentlich etwas Gutes geschaffen hat. Also alle guten Dinge sind drei. Und das muss einem einfach auch bewusst sein. Also man kann es nicht als allererstes erste Würfe reichen, und aber um das zu etwas Guten zu einer Perfektion zu bringen, bedarf es der Wiederholung. Und dann jetzt noch abschließend dazu, und du magst, das waren auch drei Perspektiven auf dieses Sprichwort. Jetzt ist du brauchst manchmal mehrere Perspektiven. Denkt an, wie kann ich jemanden orten, indem ich drei Funkmaschen nehme und einfach schaue, wo befindet er sich, drei Satelliten, wo befindet die Person sich. Wenn wir zu zweit diskutieren, gibt es gibt es zwei Meinungen. Wenn wir zu dritt diskutieren, gibt es einen ganzheitlichen Blick auf die Sache, weil wir dieses Korrektiv noch mit dabei haben. Also sehr, sehr spannend. Ich glaube, wir müssen gar nicht mehr zusammenfassen. Ihr könnt da einiges mitnehmen. Und schaut nächstes Mal einfach, wann ihr dieses Sprichwort verwendet und in welchem Kontext einfach. Und das Sprichwort hat es, glaube ich, verdient, auch in anderen Kontexten verwendet zu werden. Das ist sehr, sehr spannend. Ja. Und wir haben uns immer gefragt, und das ist auch so ein Thema, ihr kennt ja unseren Abschlussslogan, wie viele A's schön da drin stecken und wir sind auf die Zahl 3 gekommen. Da sind ja auch drei. Ja, denn stark sind drei A's. In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Zeit. Mein Name ist Sebastian. Meine Philipp.

SPEAKER_00

Bis dann. Tschüss. Ciao. Vielen Dank fürs Anhören. Dieser Podcast ist eine Peak Studio-Produktion. Eine neue Folge strukturiertes Chaos erscheint alle zwei Wochen überall dort, wo es Podcasts gibt.